
Am Beginn der Behandlung auf unserer Station steht neben sorgfältiger Verhaltensbeobachtung eine umfassende medizinische und psychologische Diagnostik, um darauf basierend individuelle Therapieziele entwickeln zu können. Daneben bieten wir bei speziellen Fragestellung in Kooperationen mit der Vestischen Kinderklinik Datteln, der Universitätsklinik Essen, einem Humangenetiklabor sowie weiteren Stellen eine fundierte pädiatrische Diagnostik an.
In Absprache mit den Sorgeberechtigten kooperieren wir mit Institutionen wie beispielsweise Jugendämtern, Schulen und Wohngruppen, um einen bestmöglichen Behandlungsverlauf zu gewährleisten.
Zur Einbeziehung der Eltern und anderen Bezugspersonen der Jugendlichen in den stationären Aufenthalt bieten wir die Möglichkeit eines Erfahrungsaustausches von Eltern, Angehörigen und Stationsmitarbeitern im Rahmen einer „Hospitation“an. Diese kann z.B. als Angehörigenvisite erfolgen. Insbesondere bei Störungen, die aus einer gestörten familiären Interaktion resultieren, legen wir Wert auf eine intensive Einbindung der Angehörigen, z.B. regelmäßige Angehörigenvisiten.
Im stationären Alltag arbeiten wir nach dem „Bezugspflegesystem“, wobei jeder Jugendliche einen Mitarbeiter des Pflege- und Erziehungsdienstes als Hauptbezugsperson hat, welcher bei intensivem Beziehungsaufbau Ansprechpartner für Jugendliche und Eltern bezüglich der stationären Behandlungsabläufe ist.
Die Behandlungsdauer richtet sich individuell nach den Krankheitsbildern und dem Krankheitsverlauf, im Allgemeinen kann von einer Behandlungsdauer von bis zu drei Monaten ausgegangen werden.